Was ist Screen-Recording?

Screen-Recording-Werkzeuge zeichnen das Geschehen auf dem Bildschirm auf und nehmen zusätzlich (optional) Audio-Informationen auf. Somit verschafft es Lehrenden die Möglichkeit, ihre mündlichen Erklärungen zu ihren Powerpoint-Folien oder zu Arbeitsschritten in einer Anwendungssoftware kommentiert aufzuzeichnen. Nutzt man die zusätzlichen gestalterischen Funktionalitäten (Zeiger-, Markier und Schreibfunktionen für Annotationen, bis hin zu Interaktionen und Verzweigungen) verleiht dies der Aufzeichnung eine dynamische Komponente. Ferner ist ein nachträgliches Schneiden der Aufzeichnung, das Einfügen zusätzlicher Bild- und Tonquellen oder weiterer Hervorhebungen möglich. Die Aufzeichnung kann dann z.B. als (Flash-) Video den Studierenden zur Verfügung gestellt werden.

Es besteht die Möglichkeit zusätzlich mit einer Video-Kamera eine Live-Veranstaltung abzufilmen. Im End-Produkt sieht der Betrachter sowohl den Lehrenden, wie er in seiner Darbietung agiert, als auch das Geschehen auf dessen Bildschirm.

Screenshot eines 3D Studio Max Videotutorials, erstellt mit Adobe Captivate

Vorteile:

  • eine Nachbearbeitung ist möglich (wenn auch nicht immer notwendig)
  • eine Screen-Recording-Software ist relativ leicht zu bedienen, was den Nutzer unabhängig von einem Technikteam macht, womit die Aufzeichnung z.B. in aller Ruhe in einem "stillen Kämmerlein" stattfinden kann.

Nachteile:

  • die Vorbereitung einer solchen Aufzeichnung kann (wenn noch keinerlei Aufzeichnungserfahrung vorhanden ist) zeitaufwändig sein. Je nach Qualitätsanspruch (Versprecher, klare Aussprache) sind mehrere Versuche einzuplanen.
  • die gestellte Aufzeichnung (ohne Publikum) kann aufgrund der mangelnden Interaktion mit den Studierenden steif wirken.
  • der technische Aufwand bei der Aufzeichnung einer Live-Veranstaltung ist höher, technische Probleme können den Fluss der Lehrveranstaltung stören

Einsatz:

  • Unterstützung von wichtigen oder Lehrveranstaltungen mit komplexem Lernstoff
  • für ausländische Studierende zur besseren Aneignung der (Fach-) Sprache
  • zur Verlagerung der Vermittlung von theoretischem Wissen oder Erarbeitung von Grundlagenwissen ins Selbstlernen der Studierenden
  • Rasche Erstellung von Demo- und Schulungsvideos (z.B. zur Einführung in die Bedienung einer Software)
  • Bei grundlegenden Themen, kann so eine Sammlung angelegt werden, die immer wieder verwendet werden kann. Im Unterricht kann sich so mehr auf die Anwendung des Wissens und die Diskussion konzentriert werden

Praxisbeispiele:

Prof. Teltenkötter von der FH Mainz (Fachbereich Gestaltung, Studiengang Innenarchitektur) hat eine umfangreiche Sammlung von Videotutorials zu seinem Fach "Digitales Entwerfen" erstellt. Sie finden sie hier.

Hier finden Sie ein Video-Tutorial zu unserer Plattform OLAT.

 

Weiterführende Informationen:

In seinem >Blog  schildert Prof. Schrader (unterricht an der FH Frankfurt Informatik im Gesundheitswesen) seine Erfahrungen mit E-Learning-Techniken im Rahmen der Hochschullehre. Etwas weiter unten im Text, geht es um seine Erfahrungen mit Vorlesungsaufzeichnungen.

"Pädagogische Betrachtungen zu Vorlesungsaufzeichnungen (eLectures)" lautet der Titel der Veröffentlichung von Krüger, in der er den Einsatz von Vorlesungsaufzeichnungen in verschiedenen Lehrszenarien beschreibt.

Umsetzung:

Je nach Vorhaben kommen verschiedene Screen-Recording-Softwareprodukte in Frage:

TechSmith Camtasia (kommerzielles Produkt), einen Produkt-Steckbrief finden Sie bei e-teaching.org.

Adobe Captivate (kommerzielles Produkt), einen Produkt-Steckbrief zu einer älteren Version finden Sie bei e-teaching.org.

Lecturnity (kommerzielles Produkt), einen Produkt-Steckbrief finden Sie bei e-teaching.org.

Wink (kostenloses Produkt), einen Produkt-Steckbrief finden Sie bei e-teaching.org.

CamStudio (kostenloses Produkt), ein einfaches und effizientes Tool um Bildschirmvideos zu erstellen [mehr].

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