BWL berufsintegrierend (BIS) (Bachelor, Teilzeit)
Zielsetzung
Ziel des Studiums ist es, den Studierenden innerhalb von dreieinhalb Studienjahren den Abschluss Bachelor of Arts (B.A.) zu ermöglichen.
Der Bachelor of Arts ist ein erster berufsqualifizierender akademischer Abschluss. Durch die Inhalte des Studiengangs werden den Studierenden wissenschaftliche Grundlagen der Betriebswirtschaft, berufsfeldbezogene
Qualifikationen und Methodenkompetenzen vermittelt. Diese Kenntnisse sind für die Wahrnehmung und Übernahme von anspruchsvollen Fach- und Führungsaufgaben notwendig.
Durch die Verzahnung von Studium und praktischer Tätigkeit werden die Anforderungen der Unternehmen und die Besonderheiten der
Zielgruppe nachhaltig berücksichtigt.
Ziele
Die Ziele der Studierenden des Teilzeitstudiengangs liegen darin
- sich Fachkenntnisse der Betriebswirtschaftslehre anzueignen (Fachkompetenz),
- die in ihrem Fach gängigen wissenschaftlichen Methoden kennen und auf in ihrem Fach relevante Probleme anzuwenden zu lernen (Methodenkompetenz),
- Sozialkompetenz, insbesondere die Fähigkeit zum Selbstmanagement und zur Gruppenarbeit, fortzuentwickeln,
- Führungskompetenzen aufzubauen und
- ihre Sprach- und interkulturelle Handlungskompetenz zu erweitern.
Kompetenzen
Die Studierenden erwerben entsprechende Fachkompetenzen der Betriebswirtschaftslehre sowie die wichtigsten dazugehörigen Methodenkompetenzen und lernen diese für die Problemlösungen innerhalb ihres Unternehmens anzuwenden. Darüber hinaus wird ihre Sozialkompetenz, insbesondere die Fähigkeit zum Selbstmanagement und zur Gruppenarbeit, gefestigt und weiterentwickelt, Führungskompetenzen werden erbaut sowie
ihre Sprachkompetenz und interkulturelle Handlungskompetenz erweitert.
Die Integration fachlicher, methodischer, persönlicher und sozialer Kompetenzen wird durch fachübergreifende Fallstudien, den Einsatz von Unternehmensplanspielen sowie durch teamfähigkeitsfördernde Veranstaltungen in kleinen Gruppen erreicht.
Berufliche Perspektiven
Durch die duale Qualifizierung in Betrieb und Hochschule ist das Risiko des Studienabbruchs gemindert. Studienberechtigte, die den unmittelbaren
Weg in den Beruf wählten, brauchen nicht auf ein Hochschulstudium und den
Erwerb eines Hochschulabschlusses zu verzichten. Während der berufliche Weg zu gehobenen Positionen für Absolventen/innen traditioneller Studiengänge erst nach dem Studienabschluss beginnt, steuern die BIS-Studierenden ihren
beruflichen Weg bereits ab Studienbeginn an.
Die Attraktivität mancher Arbeitsplätze steigt bei Gewährung von Studienmöglichkeiten der oben beschriebenen Art. Nachwuchskräfte, die
an einem beruflichen Aufstieg interessiert sind, können unter Einbindung des Betriebes durch das berufsintegrierende Bachelor-Studium eine höhere Qualifikation erlangen, ohne aus der beruflichen Praxis ausscheiden zu müssen.
Die Förderung der Mitarbeiter/innen kann durch die Unternehmensleitung relativ langfristig gestaltet werden. So wird mit Hilfe des berufsintegrierenden Bachelor-Studiums beruflicher Aufstieg mit dem Erwerb eines ersten anerkannten Hochschulabschlusses verbunden.
Da neben Abitur oder Fachhochschulreife immer vor Beginn des Teilzeitstudiums eine mindestens 9-monatige kaufmännische Ausbildungs- oder Berufstätigkeit (Sondermodell BIS D: 2-monatige kaufmännische Ausbildungs-oder Berufstätigkeit) nachzuweisen ist, entsteht ein entwicklungsfähiges, langjähriges und gestuftes Fördermodell für qualifizierte Mitarbeiter/innen. Damit eröffnet sich auch für
Betriebe ohne eigenes umfangreiches Bildungssystem eine Entwicklungsmöglichkeit für Nachwuchskräfte. Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen werden durch derart flexible Studienformen in die Lage versetzt, gezielte Personalentwicklung zu betreiben, was sonst meist nur Großunternehmen möglich ist (Mittelstandseffekt). Durch berufsintegrierende
Studiengänge differenziert sich das Studienangebot, ohne dass sich die bestehende Vielfalt an Institutionen und Abschlüssen vergrößert. Die Abschlüsse herkömmlicher und berufsintegrierender Bachelor-Abschlüsse sind gleichwertig.
Wissenschaft und Praxis
Das Teilzeitstudium verbindet Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis. Zum einen werden wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden überwiegend unter dem Gesichtspunkt des Anwendungsbezuges ausgewählt und genutzt. Zum anderen sind hauptsächlich solche betriebspraktischen Probleme Gegenstand der Hochschularbeit, deren Bewältigung wissenschaftlicher Methodik, Systematik und Begründung bedarf. Praxisorientierte Fallstudien und Übungsaufgaben, Hausarbeiten und Referate mit praxisrelevanten Themenstellungen, Planspiele, Praxisprojekte und eine praxisorientierte Bachelorarbeit gewährleisten den Praxisbezug und die Berufsorientierung des Studiengangs.


