Master BWL: Ziele und Abschlussgrad
Das Studium soll den Studierenden innerhalb von zwei Studienjahren den Abschluss Master of Arts zu ermöglichen.
Der Master ist ein auf dem Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre oder eines inhaltlich ähnlichen Studiengangs aufbauender, weiterer berufsqualifizierender Abschluss.
Damit soll das Masterstudium primär auf die Übernahme von anspruchsvollen Fach- und Führungsaufgaben in privaten Unternehmen und öffentlichen Betrieben vorbereiten. Im Einzelfall kann es auch der Vorbereitung zu einer weiteren wissenschaftlichen Ausbildung im Rahmen eines Promotionsstudiums dienen.
Als Ziele des Studiums sollen die Studierenden:
- ihre Fachkenntnisse der Betriebswirtschaftslehre vertiefen, die Komplexität ihres Fachwissens erhöhen (Fachkompetenz) und die Befähigung erlangen, dieses Wissen eigenständig zu erweitern und ohne Anleitung auf neue Situationen anzuwenden,
- ihre Kenntnisse wissenschaftlicher Methoden und ihrer Anwendung in der betriebswirtschaftlichen Theorie und Praxis erweitern (Methodenkompetenz) und die Fähigkeit, wissenschaftliche Methoden eigenständig fortzuentwickeln, von Grund auf zu gestalten und ohne Anleitung in der betriebswirtschaftlichen Theorie und Praxis anzuwenden, erlangen,
- Sozialkompetenz, insbesondere die Fähigkeit zum Selbstmanagement und zur Gruppenarbeit, fortentwickeln,
- ihre Führungskompetenz fortentwickeln, so dass sie auch die Fähigkeit zu eigenverantwortlichem Handeln in gleichberechtigter Kooperation mit fachfremden Entscheidungsebenen erlangen und
- ihre Sprach- und interkulturelle Handlungskompetenz erweitern.
Die Integration fachlicher, methodischer, persönlicher und sozialer Kompetenzen wird durch geeignete didaktische Mittel erreicht. Hierzu gehören fachübergreifende Fallstudien, Teamunterricht und der Einsatz von Unternehmensplanspielen. Das Masterstudium basiert auch auf einer eigenständigen Erarbeitung des Lernstoffes durch die Studierenden, so dass die Präsenzzeiten in Lehrveranstaltungen ("class contact hours") zur Vertiefung und Diskussion genutzt werden können.
Das Studium integriert Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis. Zum einen werden wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden überwiegend unter dem Gesichtspunkt des Anwendungsbezugs ausgewählt und genutzt, zum anderen sind vorwiegend solche betetriebspraktischen Probleme Gegenstand der Hochschularbeit, deren Bewältigung wissenschaftlicher Methodik, Systematik und Begründung bedarf. Praxisorientierte Fallstudien und Übungsaufgaben, Hausarbeiten und Referate mit praxisrelevanten Themenstellungen, Planspiele, Praxisprojekte und eine praxisorientierte Masterarbeit gewährleisten den Praxisbezug und die Berufsorientierung des Studiums.
Obligatorische Kurse in Wirtschaftsenglisch oder einer zweiten Fremdsprache, die internationale Ausrichtung der Lehrinhalte, international besetzte Gastprofessuren, die Verwendung ausländischer Literatur, die Möglichkeit eines oder mehrerer Auslandssemester sowie die Einbindung ausländischer Studierender in die Lehrveranstaltungen, garantieren ein Mindestmaß an Internationalität des Studiums. Insbesondere der modulare Aufbau, demzufolge jede Lehrveranstaltung im selben Semester abgeprüft wird und der weitgehend dem ausländischer Partnerhochschulen entspricht, ermöglicht es den Studierenden, die im Ausland erzielten Kreditpunkte problemlos zu transferieren.
Studienaufbau
Während des Masterstudiums werden spezielle Inhalte eines wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudiums vertieft und weitergeführt. Im ersten Semester wird der Wissenschaftsbezug der Betriebswirtschaftslehre in den Modulen: Methodik uns Systematik wissenschaftlichen Arbeitens sowie Quantitative Methoden und Verfahren herausgearbeitet. Hier wird die Basis gelegt für die Erstellung von wissenschaftlichen Hausarbeiten, zum Beispiele bei den Praxisprojekten oder der Masterarbeit. Die Kenntnisse des Rechnungswesens werden um internationale Rechnungslegungsvorschriften im Modul Unternehmensrechnung erweitert. Eine Wirtschaftsfremdsprache wird in den ersten beiden Semestern weiter vertieft. Die Managementthemen beginnen mit dem Modul: Personalführung und soziale Kompetenz. In den ersten beiden Semestern werden theoretische Aspekte mit betrieblichen Problemstellungen in den beiden Praxisprojekten verknüpft, dabei liegt im ersten Semester der Schwerpunkt auf Themen der Rechnungslegung und im zweiten Semester auf Themen des Marketings.
Weitere Module des zweiten Semesters behandeln das Informationsmanagement, neuere ökonomische Erklärungsansätze der Volkswirtschaftslehre und internationales Recht, insbesondere Europarecht. Die Managementaspekte werden im Modul Unternehmensführung weitergeführt.
Das dritte Semester vertieft die Managementfragen in integrierten Fallstudien. Die Thematik der richtigen Informationsversorgung für Entscheidungen werden im Modul Controlling und Business Intelligence behandelt. Im dritten Semester findet auch eine „maßvolle Spezialisierung“ statt – die Optionen 1-4 werden von einem der Schwerpunkte Controlling und Finanzen oder Marketing und Unternehmenskommunikation gestaltet. Dabei wählen die Studierenden einen Schwerpunkt zur gezielten Förderung dieser Qualifikationen.
Zum Abschluss des Studiums wird eine Master-Arbeit erstellt.

