Gutenberg-Stipendium 2012
Absolventen Mareike Borkeloh, Lehreinheit Architektur, und Lucas Bergmayer, Lehreinheit Innenarchitektur, erhalten Gutenberg-Stipendium

"Künstlerquartier in Mainz Altes Rohrlager" Modell von Mareike Borkeloh

"Museum der Zukunft - Inszenierung Tag" Modell von Lucas Bergmayer
Mareike Borkeloh, Architekturabsolventin an der Fachhochschule Mainz, ist für ihre Bachelorarbeit "Künstlerquartier in Mainz" mit dem Gutenberg-Stipendium der Stadt Mainz ausgezeichnet worden. In ihrer preisgekrönten Arbeit hat sie sich mit einer angemessenen neuen Nutzung des "Alten Rohrlagers" an der Weisenauer Straße auseinandergesetzt und das städtische Grundstück in ein lebendiges Künsterlerquartier verwandelt, das sich als urbane Landschaft aus Gebäuden, Plätzen,Treppen und Höfen darstellt: Gemeinsames Arbeiten,Wohnen, Ausstellen, Sichversammeln und Feiern sind in diesem Entwurf auf überzeugende Weise integriert, der potentielle Bewohner zu künstlerischem Leben und Arbeiten anregt und Gemeinschaft wie auch Individualität fördert.

"Künstlerquartier in Mainz Altes Rohrlager"
"Bei ausgesprochen hoher Erlebnisqualität ist eine hervorragende Balance gefunden worden zwischen Öffentlich, Halböffentlich und Privat", so der Betreuer der Arbeit, Prof. Rainer Pagel.
Ein weiteres Gutenberg-Stipendium geht an Lucas Bergmayer, Student der Innenarchitektur, für seine Arbeit "Museum der Zukunft" (Betreuung: Prof. Susanne Maier-Staufen). In einem Entwurfsprojekt zur Vermittlung archäologisch-wissenschaftlicher Inhalte am Beispiel des Neubaus für das Römisch-Germanische Zentralmuseum hat er sich mit der Inszenierung und Neugestaltung des Ausstellungsbereichs "Zeitmessung" befasst.

"Museum der Zukunft - Inszenierung Nacht"
Grundidee der prämierten Arbeit ist es, die antiken Zeitmessinstrumente des RGZM ihrer ehemaligen Bestimmung, der Zeitmessung, zurückzuführen und die Exponate mit einer komplexen Beamer- und Lichtinstallation so in Szene zu setzen, dass ihre Funktion im Zeitraffer präsentiert wird - etwa indem an einer antiken Sonnenuhr der Verlauf der Sonne mit Hilfe beweglicher Strahler imitiert wird.
Die feierliche Übergabe der mit je 2000 Euro dotierten Preise fand am 22. Juni 2012 im Ratssaal des Mainzer Rathauses statt.
Das Gutenberg-Stipendium der Stadt Mainz ist 1946 zur Förderung von Ausbildung und Lehre an den Mainzer Hochschulen gestiftet worden. Mit dem Stipendium werden abgeschlossene Arbeiten ausgezeichnet, die eine besondere wissenschaftliche, künstlerische oder fachliche Leistung darstellen, deren Thematik in einem Zusammenhang mit der Stadt Mainz steht.

