15.06.12

Kooperation Akademie der Wissenschaften und i3mainz

Kategorie: Startseite, Technik, News, FH, Forschung

Von:Petra Plättner

Forschungsverbund der Akademie der Wissenschaften und der Literatur mit dem Institut i3mainz

›Inschriften im Bezugssystem des Raumes‹ (IBR) im Rahmen des Projektes ›Die Deutschen Inschriften‹

Bisher konnten Kirchenräume und ihre Ausstattung, wie Bilder, Grabmäler und Inschriften, die Wissenschaftler im Rahmen des Akademievorhabens ›Die Deutschen Inschriften‹ unter Einsatz epigraphischer Methoden edieren, vor allem auf bildlicher und textlicher Ebene beschrieben werden. Nun wird die wissenschaftliche Analyse um ein neues digitales Erfassungswerkzeug ergänzt, das in der Lage sein wird, den historischen Raum in seinem Inhaltsgefüge neu erfahrbar zu machen.

Das neuartige Forschungswerkzeug wird von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur im Forschungsverbund mit dem i3mainz, Institut für raumbezogene Informations- und Messtechnik der Fachhochschule Mainz und in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen entwickelt. Ziel des vom BMBF mit 917.000 € geförderten Vorhabens unter Leitung von Dr. Frithjof Schwartz ist die Erarbeitung eines Modells, das die Sinn- und Bezugsebenen des Raumes zwischen Inschrift, Ausstattung, Liturgie und Gesellschaft zu einem Netz verbindet und visualisiert.

Ausgangspunkt ist die laserscangestützte Vermessung eines Kirchenraums und die Erstellung einer 3D-Geometrie seitens des i3mainz an der FH unter Prof. Dr. Fredie Kern und Prof. Dr. Kai-Christian Bruhn. Unter Einsatz einer speziellen Software wird diese mit einem breit angelegten Netz aus Geoinformationen und wissenschaftlichen Inhalten angereichert. Die umfangreichen Fachdaten hierzu stammen teils aus dem Portal ›Deutsche Inschriften Online‹ (www.inschriften.net), welches durch das Team der ›Digitalen Akademie‹ an der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur kontinuierlich ausgebaut wird.

Das Erfassungswerkzeug soll nach Projektabschluss verwandten Geistes- und Kulturwissenschaften zur Verfügung stehen. Durch die Integration in europäische Forschungsinfrastrukturen der eHumanities steht das Projekt auf einer soliden und dauerhaften technischen Grundlage.


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